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An Vereinigungen wie Scientology scheiden sich die Geister und die verbreitete Lehre von Scientology soll hier auch nicht das hauptsächliche Thema sein. Vielmehr geht es um Zivilcourage, Protest und Information. Wie schon im vergangenen Jahr wollte Scientology auch in diesem Jahr einen Informationsstand in Kühlungsborn errichten. Um zu informieren und natürlich auch, um neue Mitglieder zu werben. In größeren Städten wie Berlin oder Hamburg haben die Scientologen dafür ihre eigenen Häuser, vor denen immer Anhänger postiert sind, die die Kaltakquise übernehmen. Darüber hinaus stehen beispielsweise auf dem Berliner Alexanderplatz immer wieder Stände der Scientology, die Bücher verteilen und Lebenshilfe anbieten.

Ob man diesen Aufforderungen nun folgt oder die Bücher mit nimmt als amüsante Bettlektüre (oder auch, weil man sich dort tatsächlich Hilfe verspricht) ist jedem selbst überlassen. Nun wäre das Ganze auch kein großes Problem, wenn nicht auf Scientology der Schatten läge, dass es sich in Wahrheit gar nicht um eine religiöse, sondern eine wirtschaftliche Vereinigung handele. Wenn es nicht immer wieder Menschen gäbe, die berichten, wie es im Inneren der Organisation aussieht und was sie dort erlebt haben. Wenn es nicht immer wieder Berichte darüber gäbe, wie Aussteiger behandelt und bedroht werden. Wenn es nicht die Hamburger Arbeitsgruppe Scientology unter der Leitung von Ursula Caberta gäbe, die immer wieder informiert. Diese Informationen liegen offensichtlich auch vielen Menschen im Norden Deutschlands vor.

Denn nach einem für Mecklenburg eher unüblichen und lauten Streit um den Info-Stand der Scientology in Kühlungsborn stellten diese ihn am Samstag eben dort auf. Und sie blieben recht einsam. Ihnen gegenüber standen die lokalen CDU-Politiker, die auch massive Einwände gegen eben diesen Stand gehabt und in der Stadtverordnetenversammlung eingebracht hatten. Sie wollten natürlich Wahlkampf machen, doch auch die ihnen gegenüber stehende Organisation war Thema ihrer Flyer.

Ein Café warb gar mit „Sekt statt Sekten“ um Kunden. Doch das Abwerben wäre gar nicht nötig gewesen, denn der Stand war zum einen sehr begrenzt, zum anderen schlecht besucht. Die wenigen Besucher wurden dann auch von ebenfalls vor Ort agierenden Aktivisten der Internetvereinigung Anonymous mit Megaphonen freundlich aber bestimmt aufmerksam gemacht. Anonymous macht seit einiger Zeit Furore im Internet mit seinen Aktionen gegen Scientology. Die Aktivisten treten stets mit Masken auf, da sie eine Verfolgung durch Scientology fürchten.

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